Als Symbol für Geselligkeit, Genuss und Vergnügen ist Alkohol aus der heutigen Zeit als wichtiges Kulturgut nicht mehr wegzudenken. Alkoholkonsum ist in Deutschland weit verbreitet – kein anderes Suchtmittels ist gesellschaftlich derart akzeptiert.

Missbräuchlicher Konsum und daraus resultierende Folgekrankheiten werden hingegen bis heute unzureichend berücksichtigt oder gar verdrängt. Dabei ist Alkoholismus bereits seit Mitte der 1950er Jahre weltweit und offiziell als Krankheit anerkannt.

Wie kommt aber ein Übergang vom sozialen Trinken zum übermäßigen und schädlichen Konsum zustande? Welche sozialen Faktoren spielen für die Entstehung von Alkoholmissbrauch bzw. einer Abhängigkeit eine Rolle und welche Bewältigungsmöglichkeiten sind für die Zukunft sinnvoll?

Welche Inhalte findest du hier?

Alkoholkonsum heute – Zahlen und Fakten

Der Genuss von vergorenen Früchten gehört seit Beginn der Geschichte zur menschlichen Kultur. Auch heutzutage wird Alkohol wie selbstverständlich konsumiert, wenn es gemütlich oder spaßig werden soll. In Europa wird dabei doppelt so viel getrunken wie im weltweiten Durchschnitt.

Deutschland gehört sogar zu den größten Alkoholverbrauchern weltweit: 96,4 Prozent der Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 64 Jahren trinken Alkohol. Immer öfter wird Alkohol unkontrolliert konsumiert und stark missbraucht – mit fatalen Folgen:

  • Jährlich ereignen sich ca. 14.000 Unfälle durch Alkohol im Straßenverkehr und ungefähr jeder fünfte tödliche Arbeitsunfall ist alkoholbedingt.
  • Die direkten und indirekten Kosten alkoholbedingter Krankheiten werden pro Jahr auf 40 Milliarden Euro geschätzt.
  • Pro Jahr sterben in Deutschland an den Folgen von Alkohol schätzungsweise 42.000 Menschen.
  • Alkoholismus ist (neben Nikotinabhängigkeit) – weit vor der Medikamenten- oder Drogenabhängigkeit – die meist verbreiteste Sucht.
  • Weltweit sind ungefähr 140 Millionen Menschen alkoholabhängig. Männer sind mindestens doppelt so häufig von Alkoholismus betroffen wie Frauen.
  • Jeder Alkoholkranke fehlt im Durchschnitt 28 Tage im Jahr an seinem Arbeitsplatz, das heißt fast dreimal so oft wie ein Nichtalkoholiker.
  • Die Lebenserwartung von Alkoholikern liegt etwa 15 Jahre unter dem Durchschnitt. Alkohol ist somit nach Tabakrauchen und Bluthochdruck der bedeutendste gesundheitliche Risikofaktor.
  • 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche wachsen in Familien mit mindestens einem alkoholkranken Elternteil auf. Jedes sechste Kind in Deutschland ist somit betroffen.

Warum ist Alkoholkonsum so fest in unser Leben integriert?

Betrachtet man die relevanten äußeren Faktoren, so lässt sich in erster Linie feststellen, dass die gesellschaftliche Akzeptanz von Alkohol trotz negativer Konsequenzen immer noch sehr groß ist. Darüber hinaus ist der Zugang zu Alkohol ausgesprochen leicht.

Ob im Supermarkt, im Restaurant oder an der Tankstelle – in Deutschland ist er nahezu überall und zu jeder Zeit unbegrenzt verfügbar. Auch eine mangelnde Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen zum Verkauf an Jugendliche und eine inkonsequente Durchsetzung des Jugendschutzes tragen zu einer höheren Verfügbarkeit bei.

Zudem sind Preise und Steuern für alkoholische Getränke in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern sehr niedrig. In Anbetracht der stets hohen Einkommensverhältnisse ist Alkohol seit Jahrzehnten kontinuierlich erschwinglicher geworden. Der billigste Wein kostet bei Discountern nicht einmal 1 Euro pro Liter und eine »No-Name« Flasche Wodka ist für unter 5 Euro erhältlich.

Alkohol ist fast immer dabei

Aus psychologischer Sicht ist selbstverständlich auch das soziale Umfeld entscheidend. So orientiert sich der Konsum häufig daran, wie der Freundeskreis oder andere Bezugspersonen mit Alkohol umgehen. Zum Beispiel gilt die Trinkmenge der Freunde als »Maßstab« oder Jugendliche übernehmen das Trinkverhalten ihrer Eltern.

Auch sozialer Druck spielt dabei eine wichtige Rolle: wer sich stark einer Gruppe zugehörig fühlt oder leicht beeinflussen lässt, konsumiert oftmals mehr. Es ist auch nicht einfach, in unserer Gesellschaft nicht zu trinken.

Nichttrinker gelten im Allgemeinen als »Spießer« oder »Spaßbremsen« und müssen ihr Verhalten zum Teil begründen oder gar rechtfertigen. Die Vorstellung, den Geschmack von Alkohol und dessen Wirkung nicht zu mögen, ist für die meisten Menschen äußerst suspekt.

Der Genuss von Alkohol wird zudem stark in den Medien thematisiert. Neben den Printmedien und Werbesendungen gibt es kaum Filme oder Serien, in denen Alkohol nicht positiv in Szene gesetzt wird. Viele Forscher sind sich diesbezüglich einig: Alkoholwerbung wirkt, und das besonders auf junge Menschen.

Alltagsstress und sozialer Druck

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der eine Alkoholsucht unterstützt, ist die heute vorherrschende »Burn-out-Gesellschaft«. Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen unter enormen Leistungs- und Selbstoptimierungsdruck stehen.

Stress gehört in der modernden Arbeitswelt zum Alltag: ständige Erreichbarkeit, anspruchsvolle Aufgaben sowie endlose Termine und Besprechungen. Aber auch privat lässt sich selten entspannen, denn Familie und Freunde benötigen zusätzlich Aufmerksamkeit.

Weitere Verpflichtungen bilden sich aus Haushalt und Hobbies. Und wie immer reicht die Zeit am Wochenende für alles nicht annähernd aus. Alkohol ist mit seiner entspannenden Wirkung somit für viele Menschen das optimale Mittel gegen akute Belastungen und Strapazen.

Gesellschaftliche Implikationen

Alkoholkonsum ist stabiler Bestandteil unseres kulturellen und sozialen Lebens und ebenso fest im Alltag integriert. In gewissen Situationen wie feierlichen Anlässen wird das Trinken sogar geradezu erwartet.

In geringen Maßen gilt Alkohol schließlich als unbedenklich oder gar gesund. Die Verharmlosung von Alkoholkonsum führt allerdings bei vielen Menschen nachweislich zu einem gesundheitsschädigenden und achtlosen Umgang.

Insbesondere junge Menschen besitzen diesbezüglich kaum geeignete Vorbilder. Bedenklicher Kontakt mit Alkohol wird zudem immer noch stark durch die gesellschaftlichen Rollenbilder von Mann und Frau beeinflusst.

»Ein richtiger Mann verträgt auch mal was!«

Statistisch gesehen trinken Männer mehr und riskanter Alkohol als Frauen. Der Genuss von Alkohol gilt bei den meisten Männern als eine Art Statussymbol. Die Verbindung zwischen hohem Alkoholkonsum und Männlichkeit ist nämlich immer noch tief in unserer Kultur verankert.

»Wer viel trinken kann, ist ein echter Kerl« heißt es. Stärke und Tapferkeit werden daher oftmals mit Trinkfestigkeit assoziiert. Wenig oder keinen Alkohol zu trinken wird dagegen nicht selten als »mädchenhaft« charakterisiert.

Das Männlichkeitsprofil wird insofern nochmals unterstützt, dass »ein richtiger Mann« auch eher zum härteren Whiskey greift als zum milderen Sekt. Alkohol verstärkt zudem das Zugehörigkeitsgefühl in männlichen Gruppen, wenn gemeinsam das gleiche Getränk bestellt wird. Oft wird dabei leidenschaftlich bis zum Rausch getrunken.

In Trunkenheit neigen (häufig auch junge) Männer schließlich dazu, »Macht« zu demonstrieren, indem sie sich beispielsweise mit anderen in Trinkspielen und Mutproben messen. Sie werden häufig zu Verursachern und Opfern im Straßenverkehr oder bei gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Die Schattenseite der Emanzipation

Aufgrund der klischeehaften Erwartungen gelten für Frauen beim Trinken strengere Regeln als für Männer. Entsprechend halten sie sich im öffentlichen Konsum von Alkohol mehr zurück. Schließlich war es lange Zeit in der Gesellschaft verpönt, als Frau Alkohol zu trinken und auch hochprozentige Spirituosen waren einmal ausschließlich den Männern vorbehalten.

Während hohe Trinkmengen bei Männern oft weniger auffallen oder schlichtweg eher akzeptiert sind, werden trinkende Frauen hingegen häufig als »unweiblich« oder »minderwertig« angesehen. Dies führt dazu, dass sich der Alkoholkonsum bei Frauen auch eher im Verborgenen abspielt.

Was oft ungesehen bleibt: Auch das weibliche Geschlecht greift heutzutage immer häufiger zur Flasche, um mit psychischen Problem oder Lebenskrisen fertig zu werden. Insbesondere im momentanen Zeitalter der Emanzipation und Eigenständigkeit stehen Frauen unter enormen Druck.

Bei der Doppelbelastung von Beruf und Haushalt/Mutterrolle ist Alkohol nicht selten eine willkommene Überlebensstrategie, um das alltägliche Leben besser meistern zu können. Seit dem geschlechtlichen Rollenwandel ist Alkoholsucht längst keine Männerangelegenheit mehr und trifft immer häufiger auch Frauen.

Erwachsen werden – eine große Herausforderung

Ab dem Alter von 16 Jahren dürfen in Deutschland Bier und Wein legal konsumiert werden. Außerdem stehen jedem zum Zeitpunkt der Volljährigkeit auch die »harten Sachen« uneingeschränkt zur Verfügung.

Kinder und Jugendliche kommen aber nicht selten schon mit 14 Jahren oder jünger mit Alkohol in Kontakt. Die meisten Heranwachsenden machen demnach ihre erste Erfahrung schon sehr früh, wie etwa durch ein kleines Schlückchen Sekt auf Omas Geburtstag oder ein Glas Bier auf der eigenen Konfirmationsfeier.

Neugierig sein, die verschiedensten Dinge ausprobieren und auch das Überschreiten von gesellschaftlichen oder eigenen Grenzen gehört zu einer gesunden Entwicklung Jugendlicher dazu. Ein fester Bestandteil davon ist somit auch das ausgiebige Experimentieren mit Alkohol auf Parties oder mit Freunden.

Für die meisten Jugendlichen bildet Alkohol die Grundlage, um einen Kick zu erleben oder einfach Spaß zu haben. Darüber hinaus sind Pubertät, erster Liebeskummer, schulischer Leistungsdruck sowie das Abgrenzen von den Eltern typische Herausforderungen junger Menschen.

Das Trinken von Alkohol ist dann aufgrund der enthemmenden und entspannten Wirkung besonders verführerisch. Alkoholkonsum ist bei Heranwachsenden hauptsächlich mit positiven Erfahrungen verknüpft und erfolgt dadurch oftmals völlig unkontrolliert und unreflektiert.

Leben zudem Erwachsene ihren Kindern einen leichtsinnigen Umgang mit Alkohol vor, wird dieses Verhalten von Jugendlichen meistens übernommen. Auch von der Gesellschaft wird zudem immerzu suggeriert: Alkoholkonsum ist Bestandteil der Erwachsenenwelt und gehört zum Groß werden dazu.

Fehlende Akzeptanz in der Gesellschaft

Die Krankheit Alkoholismus ist in unserer Zeit allgegenwärtig und diesbezüglich brauchen wir uns nichts vormachen. Wir alle kennen Menschen, die regelmäßig und viel Alkohol konsumieren. Die meisten würden allerdings niemals zugeben, dass sie zu viel trinken, an der Schwelle zur Abhängigkeit stehen oder bereits süchtig sind.

Genau da liegt das Grundproblem: Alkoholiker gelten in unserer Kultur nach wie vor und zu Unrecht als »disziplinlose« und »charakterschwache« Versager. Unser Bild von Alkoholsucht ist immer noch bestimmt vom trostlosen »Säufer«, der Arbeit und Familie und wohl möglich noch sein Haus verloren hat. Dabei gehören verwahrloste »Bahnhofstrinker« zur Minderheit.

Die unausgesprochene Wahrheit ist: Alkoholismus lässt keine gesellschaftliche Schicht aus. Sie trifft genauso Gastronomen und Unternehmer, wie auch Lehrer und Ärzte. Die meisten von ihnen sind »funktionierende Alkoholiker« und bestreiten ganz auffällig ihren Alltag.

Sie haben eine Familie, gehen regelmäßig ihrem Beruf nach und führen vorwiegend ein Leben, welches geordnet und durchaus erfolgreich verläuft. Die Sucht versteckt sich oft hinter einer perfekt aufgesetzten Fassade des vorgetäuschten Normalbürgers, für den Alkohol allerdings schon längst zum Zentrum der Aufmerksamkeit geworden ist.

Alkoholismus: Verachtung statt Verständnis

Wir leben heute in einer Stressgesellschaft und sind darauf getrimmt, uns nach Außen unentwegt leistungsfähig, geradlinig und unerschütterlich zu zeigen. Sich unter solchen Umständen zu einem Alkoholproblem zu bekennen ist für die meisten Menschen mit tiefen Scham- und Versagensgefühlen verbunden.

Niemand möchte sich eingestehen, den hohen Anforderungen der Gesellschaft nicht gerecht werden zu können. Niemand möchte vor Arbeitskollegen und Familie als Schwächling dastehen. Niemand will zugeben, dass er so tief gesunken ist.

Obwohl Alkoholabhängigkeit eine offiziell anerkannte Krankheit ist, wird sie immer noch sozial geächtet und nicht vollständig akzeptiert. Betroffenen wird es somit enorm erschwert, die Krankheit für sich ernst zu nehmen.

Sie gelten in den Augen vieler schlichtweg als unfähig, die eigenen Probleme zu lösen. Der soziale Druck wächst weiter und damit auch der Alkoholkonsum. Dies wiederum führt zu wachsenden Problemen, sodass sich der Teufelskreis schließt: Betroffene trinken, weil sie Probleme haben und sie haben Probleme, weil sie trinken.

Was könnte die Gesellschaft besser machen?

Alkohol ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil unserer Kultur. Ein generelles Alkoholverbot würde bei der Bevölkerung sicherlich auf Unverständnis stoßen und bietet insofern keine realistische Lösung.

Der illegale Vertrieb von Alkohol hat in der Zeit der »Prohibition« in den USA in den 1920er Jahren zudem gezeigt, dass der Konsum von Alkohol vielleicht verboten, jedoch auf gar keinen Fall gänzlich vermieden werden kann.

Wir müssen vielmehr mit dem Alkohol als Bestandteil unserer Kultur leben und für einen verantwortungsvollen Umgang sorgen. Dabei könnten folgende Maßnahmen ergriffen werden:

Reduzierung des Alkoholangebots

Primär sollten zur Suchtprävention die Steuern auf alkoholische Getränke (ähnlich wie bei Tabakwaren) angehoben werden. Wenn der Preis von alkoholischen Getränken durch Erhöhung der Steuern in der EU um 10% steigen würde, könnten laut DHS (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen) bereits mehr als 9.000 Todesfälle verhindert werden.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Reduzierung von Verkaufsstellen, beispielsweise durch Verkaufsverbot an Tankstellen und Autobahnraststätten. Auch der Verkauf zu bestimmten Uhrzeiten wie beispielsweise kein Alkoholverkauf vor 12 Uhr und nach 24 Uhr wäre sinnvoll, damit Alkohol nicht uneingeschränkt verfügbar ist. Eine andere Art der Einschränkung wäre auch ein Alkoholverbot in Betrieben während der Arbeitszeit.

Die DHS fordert zudem einen wirksamen und einheitlichen Jugendschutz: Strickte Umsetzung des gesetzlichen Jugendschutzes mit konsequenter Sanktionierung bei Verstößen. Zudem bildet eine sinnvoll angepasste Altersgrenze für sämtliche Alkoholarten das Alter von 18 Jahren.

Stärkere Aufklärung über Alkohol und seine Gefahren

Bildungs- und Aufklärungskampagnen sind politisch geschätzt und fallen darüber hinaus unter das Menschenrecht. Eine Übermittlung relevanter Alkoholismus ist demnach sowohl in privaten Betrieben als auch in öffentlichen Organisationen wie Polizei, Bundeswehr, Sportsvereine usw. ratsam.

Zudem sollte die Aufklärung über Folgen von Alkoholmissbrauch im Sinne einer »Alkoholerziehung« bereits in der Schule erfolgen. Weiterhin sollte bei den Bürgern das Bewusstsein geweckt werden, dass Alkohol nicht mit anderen Genussmitteln wie Schokolade u. Ä. verglichen werden kann.

Bekämpfung der sozialen und psychischen Ursachen des Alkoholismus

Die Medien sollten aktiv zum Abbau öffentlicher Meinungen genutzt werden, wie beispielsweise: derjenige sei ein »Mann«, der viel Alkohol trinke, und derjenige ein »Schwächling«, der nichts trinke. Weiterhin kann im Internet und Fernsehen (in Anlehnung an »Glückspiel kann süchtig machen«) darauf hingewiesen werden, dass Alkoholmissbrauch seelische und körperliche Schäden hervorruft.

Weitere Präventionsmaßnahmen wären auch die Förderung von Erziehungs-, Partner-, Familien- und Lebensberatungsstellen. Wenn möglich, sollten Betriebe darüber hinaus ihren Mitarbeitern gezielt Seminare zur Stressbewältigung zur Verfügung stellen.

Grundsätzlich lässt sich sagen: Eine rechtzeitige und wirksame Behandlung von psychischen Belastungen und zwischenmenschlichen Spannungen als häufige Ursache von Alkoholmissbrauch ist in der heutigen Zeit unumgänglich.

Fazit

Alkoholismus ist in unserer Gesellschaft trotz seiner starken Präsenz das Tabuthema Nummer 1. Ursachen dafür sind die fest verankerten und veralteten Denkmuster der Bevölkerung und die unzureichende Akzeptanz von Alkoholabhängigkeit als ernsthafte Krankheit.

Tatsache ist zudem, dass der Staat seiner Fürsorgepflicht in Bezug auf Alkoholismus nicht nachkommt. Weder das Gesundheitssystem noch die Politik fühlen sich verantwortlich, das Problem in der Öffentlichkeit anzugehen. Aktuell vorherrschende staatliche Maßnahmen und Gesetze sind bisweilen ungenügend. Missbräuchlicher Alkoholkonsum wird nach wie vor durch niedrige Preise und hohe Verfügbarkeit begünstigt.

Die kollektive Verharmlosung in punkto Alkohol hat für Betroffene als auch ihr soziales Umfeld nachweislich gravierende Folgen. Umso wichtiger ist demnach, in der Gesellschaft ein ganzheitlich neues Bewusstsein für die Problematik Alkoholismus zu schaffen.

Hat ein Mensch in deinem Umfeld ein Alkoholproblem? Erfahre mehr über:

 


Grundlage dieses Artikels bilden Informationsmaterialien der DHS, Studien der WHO und das Buch „Wenn Alkohol zum Problem wird“ von Michael Soyka. Foto: unsplash.com

Welche Meinung hast du zu dem Thema? Was könnte zur Besserung der aktuellen Lage beitragen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Das könnte dich auch interessieren

Hinterlasse einen Kommentar

Alkohlismus ist eine KrankheitWelche körperlichen Schäden hat Alkohol?